Schlaftraining

Thema

Schlaftraining für gesunde Babys ab sechs Monate

 

  1. Regelmäßige Schlafzeiten festlegen
  2. Bettzeit = Schlafzeit
  3. Auf den Arm nehmen, Herumtragen, Füttern und andere zum Einschlafen genutzte Hilfen sollten klar vom Einschlafen getrennt und mindestens 30 Minuten vorm Einschlafen gewährt werden
  4. Gemeinsames Abendritual mit dem Kind in den letzten Minuten, bevor es ins Bettchen gelegt wird
  5. Baby wach ins Bett legen und verabschieden (zum Beispiel mit Gutenachtkuss)
  6. Kinderzimmertür schließen
  7. Wenn das Kind anfängt zu weinen, ca. drei Minuten abwarten, dann wieder ins Zimmer gehen, aber nicht die gewohnten Einschlafphasen wiederherstellen, sondern mit dem Baby reden, es streicheln, trösten und wenn es steht, wieder hinlegen – Baby soll Zuneigung spüren, aber möglichst nicht einschlafen, wenn Mama oder Papa im Zimmer sind
  8. Falls das Kind bei Anwesenheit der Eltern noch heftiger schreit, nur kurz im Zimmer bleiben – je mehr es tobt, desto kürzer bleiben
  9. Wenn Baby weiterschreit, immer wieder kurz hineingehen
  10. Spätestens nach zwei Minuten Zimmer verlassen
  11. Wenn Säugling weiterschreit, nach fünf Minuten wieder ins Zimmer zurückkehren
  12. Nach ein bis zwei Minuten wieder gehen, dann nach sieben Minuten zurückkehren
  13. Alle sieben Minuten wieder ins Zimmer gehen, bis es irgendwann allein eingeschlafen ist – Baby soll spüren, dass es nicht alleine ist
  14. Beim Tagesschlaf und beim Aufwachen nachts vorm Betreten des Kinderzimmers drei Minuten warten, dann bis sieben Minuten steigern
  15. Am folgenden Tag: Vorm ersten Mal ins Zimmer gehen fünf Minuten warten, später bis auf neun Minuten erhöhen
  16. Am dritten Tag: mit sieben Minuten Wartezeit starten, dann bis auf zehn Minuten maximal erhöhen
  17. Ab dem vierten Tag: mit zehn Minuten starten und dabei bleiben
  18. Nur noch bei richtigem Weinen ins Zimmer gehen
  19. Tagsüber: Wenn Kind nach 45 Minuten noch nicht eingeschlafen ist, aus dem Bettchen holen und wachhalten bis zum nächsten Schläfchen
  20. Wenn Baby beim Spielen einschläft, eine Viertelstunden schlafen lassen
  21. Morgens zur gewohnten Zeit Säugling aufwecken – er sollte in dieser Umstellungsphase nicht seinen nachts versäumten Schlaf nachholen, indem er morgens länger schläft

 

Mit diesem Schlaftraining lernt das Baby, dass sich Schreien auf Dauer nicht lohnt, denn die Eltern kommen zwar zu ihm ans Bett, aber geben ihm nicht komplett, was es will. Irgendwann ist die Müdigkeit auch größer als der Drang, die alten Gewohnheiten aufrechtzuerhalten und das Kind wird von alleine einschlafen. Bei einigen Babys muss der Plan etwas abgeändert werden, denn jeder Säugling lernt anders. Wenn er zehnmal nacheinander ohne fremde Hilfe eingeschlafen ist, hat er es meist geschafft.

 

Hier finden Sie allen ‚Helferlein‘ zum Thema Einschlafhilfe, Abendbrei, Abendritual vor der Nachtruhe.